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Rotunde in Wien

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1. Weltausstellung in Wien 1873
Wohnung Emil Löwenbach, Wien I., Reischachstraße 3/Schallautzerstraße 4, Wohnzimmer (Herrenzimmer) (Schreibtisch, Sitzgarnitur)
Wohnung Emil Löwenbach, Wien I., Reischachstraße 3/Schallautzerstraße 4, Wohnzimmer (Herrenzimmer) (Schreibtisch, Sitzgarnitur)

Die Rotunde [1]in Wien war ein gigantischer Kuppelbau, der anlässlich der Weltausstellung 1873 [2] im Wiener Prater auf dem vormaligen Parkgelände errichtet wurde. Die feierliche Eröffnungszeremonie fand am 1. Mai 1873 statt. Infolge des Börsenkraches vom 9. Mai 1873, der eine Wirtschaftskrise auslöste und einer Choleraepidemie konnten die erwarteten Besucherzahlen nicht erreicht werden und die Weltausstellung machte ein Defizit von circa 15 Millionen Gulden. Somit fehlten die finanziellen Mittel für den ursprünglich geplanten Abriss der Rotunde. 1877 und in den folgenden Jahren diente die Rotunde als Lager der Stadt Wien. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zum Wahrzeichen Wiens und stand ab 1920 wieder ausschließlich für Ausstellungen zur Verfügung. Das Gebäude fiel am 17. September 1937 einem Großbrand zum Opfer.

2. Architektur
Felsige, baumbewachsene Landschaft mit Bachlauf und ruhendem Schafhirten, im Hintergrund eine Burgruine
Felsige, baumbewachsene Landschaft mit Bachlauf und ruhendem Schafhirten, im Hintergrund eine Burgruine

Erste Pläne lieferte der schottische Schiffbauingenieur John Scott Russell. Mit veränderten Entwürfen wurde das Projekt unter der Leitung des Architekten Karl Freiherr von Hasenauer [3]realisiert, wobei er unter anderem mit der Duisburger Stahlfirma Johann Caspar Harkort zusammenarbeitete.

Die Rotunde war eine teilweise mit Holz und Gips verkleidete Stahlkonstruktion, deren Basisdurchmesser 108 Meter und dessen Kuppelhöhe 84 Meter betrug. Die konzentrischen Ringe des Kegeldaches ruhten auf 32 Eisensäulen. Den oberen Abschluss bildeten zwei Laternen, wobei die untere als Aussichtsgalerie diente und die obere eine vergoldete, mit Steinen besetzte, vier Meter hohe Nachbildung der Kaiserkrone trug. Diese überragte das gesamte Weltausstellungsgelände und stellte die Veranstaltung damit symbolisch unter imperialen Schutz.

Reiter, der ein zweites ungesatteltes Pferd zur Tränke führt
Reiter, der ein zweites ungesatteltes Pferd zur Tränke führt

Der kreisrunde Zentralbau der Rotunde war von vier je 190 Meter langen Galerien quadratisch umschlossen. Vier breite Hallen verbanden den Kuppelbau mit den Galerien.

Der Innenraum hatte eine Fläche von rund 8.000 m² und diente während der Weltausstellung als zentraler Treffpunkt für Besucher und offizielle Anlässe. Weiters waren hier österreichische und deutsche Ausstellungen untergebracht.

Viribus Unitis - Allegorie auf den Wahlspruch Kaiser Franz Joseph I.
Viribus Unitis - Allegorie auf den Wahlspruch Kaiser Franz Joseph I.

Das Hauptportal erhielt die Form eines Triumphbogens und war mit Halbsäulen und figurativen Darstellungen geschmückt. Unter dem Giebel war der  Wahlspruch Kaiser Franz Josephs „Viribus Unitis“ [4] (Mit vereinten Kräften) angebracht. Die Portale waren reich dekoriert (unter anderem von C. Geyling, E. Hellmer, F. Laufberger, F. Melnitzky und V. Pilz)

3. Dokumentation
Arbeiterolympiade
Arbeiterolympiade

Eine Reportage vom 28.3.1931 von Willy Schmieger, schildert in Form eines Gespräches mit seinem deutschen Gast, Alfred Braun, die Besonderheiten des Praters. Die Rotunde wird von dem Berliner Alfred Braun als Zirkusgebäude bezeichnet. Der Moderator Schmieger erklärt, dass die Rotunde als großes Ausstellungsgebäude genutzt wurde. 1931 wurde es für die Zwecke der Wiener Messe verwendet.

Die Beschneidung Christi
Die Beschneidung Christi

Ein Ausstellungsplakat von Ernst Klimt, dem Bruder von Gustav Klimt, bewirbt die Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen, die 1892 im K.K. Prater in der Rotunde stattfand.

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