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Mittwoch, 16. Dezember 2020


Sonntag, 29. August 2021 um 12:18:56 von Kulturpool Redaktion

Neue Objekte der Museen in Vorarlberg

Anlass
641 neue Objekte der „Museen in Vorarlberg“

Feierlichkeiten in Bregenz
1805
Feierlichkeiten in Bregenz anlässlich der Rückgabe von Vorarlberg an Österreich
Im Frieden von Pressburg im Dezember 1805 musste Österreich Vorarlberg an Bayern abtreten, das eine umfassende Verfassungs- und Verwaltungsreform durchführte. Eine Kirchenreform knüpfte an die josefinische Reformpolitik an, die zuvor schon heftigen Widerstand im Land ausgelöst hatte. Umso freudiger wurde 1814 die Rückkehr ins Habsburgerreich begrüßt. in Bregenz waren alle Häuser mit Transparenten geschmückt und an der Pforte der Kapuzinerkirche las man eine Inschrift aus dem Hohenlied (5, 10): "mein Liebling ist weiß und rot". Feste wurden gefeiert und ein Dankgottesdienst zelebriert, dessen feierlichen Einzug mit Kaiserporträt in die Pfarrkirche Johann Nepomuk Walcher bildlich festhielt.

Als ältester und größter kulturgeschichtlicher Verein des Landes Vorarlberg unterstützt der VLMV seit mehr als 150 Jahren unter anderem die landeskundliche Forschung und die Verbreitung heimatkundlicher Kenntnisse. Seit einigen Jahren ist der Verein zudem Herausgeber des drei Mal pro Jahr erscheinenden „museum magazin“, in dem die gesamte Museumslandschaft Vorarlbergs eindrücklich ihren Niederschlag findet. Die Aufgaben der Kulturabteilung umfassen ein breites Spektrum. Wesentliche Leistungen sind Kulturförderung, Begleitung und Durchführung von Impulsprojekten, Information und Beratung. Beide Institutionen verstehen sich innerhalb der Vorarlberger Museumslandschaft als Netzwerk- und Servicestelle. Diese gemeinsame Zielsetzung macht diese Kooperation ebenso naheliegend wie bereichernd.

https://museenvorarlberg.at/ueber

Alpmuseum uf m Tannberg Schröcken
Gepsen
Gepsen (Aufrahmgefäße)
Alpmuseum uf m Tannberg Schröcken

Eine Gepse ist ein rundes, hölzernes, niedriges Gefäß, das von zwei Reifen (Tannenästen) zusammengehalten wird. (Die Gebsen mussten stets durch Waschen in der Schotte bzw. durch "Ausbrühen" mit Wasserdampf sauber gehalten werden. Funktion: Eine Gepse dient zur Aufbewahrung der Milch, bis sich an der Oberfläche eine Rahmschicht bildet, die in der Folge zur Käseherstellung verwendet wird. Die Milch wird durch einen Seihtrichter in die Gebsen geschüttet. Eine andere Verwendung ist zum Auffangen der Molke beim Pressen der Käsemassen. Insgesamt befinden sich 19 Gepsen in der Alpe.

Das unter Denkmalschutz stehende Museum bietet Einblicke in das Leben und die Arbeit der Bergbauern von einst. In der Schausennerei mit alten Gerätschaften, in der niedrigen Stube, auf dem Heuboden, auf dem bis zu zehn Personen ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten, im Stall und im Käsekeller werden 400 Jahre Kulturgeschichte wieder lebendig. Das Alpmuseum versteht sich als Zeichen der Ehrfurcht gegenüber dem Lebensraum früherer Generationen, dem Arbeitsraum der Alpwirtschaft, der Kulturlandschaft Alpe und dem ökologischen Reichtum auf dem Tannberg.

https://www.alpmuseum.at

inatura Dornbirn
Schmetterling
Schmetterlingssammlung Dr. Hartwig Baer
inatura Dornbirn

Sammlung von ca. 13.000 Schmetterlingen aus den 1920er- bis 1970er-Jahren aus ganz Vorarlberg

Die inatura ist ein einzigartiges Museumskonzept, das Besucher interaktiv an spannende Themen heranführt und Forschung, Naturwissenschaft und Technik „begreifbar“ macht. In Experimenten, mit Anschauungsobjekten, Filmen und Bildern begeben sich die Besucher auf eine spielerische Reise durch die für Vorarlberg typischen Lebensräume Gebirge, Wald und Wasser. Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem menschlichen Körper. Man wandert durch die Organsysteme und erfährt mit allen Sinnen, wie diese funktionieren und optimal versorgt werden.

https://www.inatura.at

Jüdisches Museum Hohenems
Schutzbrief
_Schutzbrief von Graf Kaspar von Hohenems _
Jüdisches Museum Hohenems

Der Schutzbrief des Grafen Kaspar von Hohenems regelte Rechte und Pflichten der zuziehenden Juden. Mehrere Fassungen sind erhalten. Diese weist eine handschriftliche Änderung von 1638 auf sowie eine handschriftliche Anmerkung von Rabbiner Aron Tänzer, der um 1900 die Geschichte der Juden von Hohenems schrieb. Auf der Rückseite steht außerdem in jiddischer Sprache: „Alte Freiheiten von Ems“.

Das Jüdische Museum Hohenems als Museum mit internationaler Ausstrahlung erinnert an die landjüdische Gemeinde Hohenems und ihre vielfältigen Beiträge zur Entwicklung Vorarlbergs und der umliegenden Regionen. Es erzählt eine exemplarische Geschichte der Diaspora und es beschäftigt sich mit Jüdischer Gegenwart in Europa, mit Israel, mit Fragen des Zusammenlebens und der Migration. Dazwischen steht das Ende der Jüdischen Gemeinde von Hohenems, markiert durch die regionale NS-Geschichte, Antisemitismus, Vertreibung und Deportation.

https://www.jm-hohenems.at

Krippenmuseum Dornbirn
Krippe
Krippe
Krippenmuseum Dornbirn

Typ orientalisch, Figuren von Ilse Wohlgenannt, 6 Personen, 14 Schafe,1 Esel, 1 Rind, 1 Ziege

Der Verein Krippenmuseum Dornbirn hat im Jahr 2003 in einem 145 Jahre alten ehemaligen Pferdestall Herberge gefunden. In liebevoller, aufwendiger Sanierung (in über 4000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden) durch die Mitglieder des Krippenvereins Dornbirn wurde eine Ausstellungsfläche von 400 m² geschaffen.
Die an die 140 Exponate umfassende Sammlung aus vier Kontinenten zeigt Krippen und Figuren mit unterschiedlichen Interpretationen der Heiligen Nacht.

https://www.krippenmuseum-dornbirn.at

Stadtmuseum Dornbirn
Schafklammer
Schafklammer/n Schafkluppe/n
Stadtmuseum Dornbirn

1 Schafklammer bzw. Schafkluppe aus hellem Holz: Annähernd rechteckiges, in der Mitte schmäleres Holzbrett, welches vorne und hinten je zwei ausgeschnittene Stücke in den Maßen 13 x 3cm hat; diese sind pro Seite mittels zweier wirbelartig zugeschnitzter Holzteile in vier Felder zu unterteilen. Dreimal "J + E" eingebrannt. Ein Riss im Holz wurde mit drei Schrauben gesichert.

Das Stadtmuseum Dornbirn ist in einem 200 Jahre alten Patrizierhaus direkt am Marktplatz untergebracht. Auf drei Stockwerken präsentieren ausgewählte Objekte und Kunstwerke wichtige Kapitel der Stadtgeschichte. Auch das Alltagsleben des zentralen Wirtschaftsstandortes im Rheintal wird in den Blick genommen.
Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu regionalen, kulturhistorischen und zeitgenössischen Themen ergänzen die Dauerausstellung. Darüber hinaus steht ein international bedeutsames Textilmusterarchiv mit über 300.000 Objekten für Forschungszwecke zur Verfügung.

https://stadtmuseum.dornbirn.at

Vorarlberg museum
Weihestein
Weihestein der Bregenzer Kaufleute
Römischer Weihestein
vorarlberg museum

Das vorarlberg museum ist mit seinen umfangreichen archäologischen, geschichtlichen, kunstgeschichtlichen und volkskundlichen Sammlungen eine der zentralen Institutionen zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Landes. Das Museum versteht sich als Museum für Einheimische und Vielheimische. Es verbindet Geschichte mit Gegenwart und gewährt Ein- und Ausblicke. Es berichtet von Menschen und Dingen. Es zeigt in seinen Ausstellungen nicht die Geschichte Vorarlbergs, sondern viele Geschichten Vorarlbergs.

Das vorarlberg museum geht auf die Gründung des Vorarlberger Landesmuseumsvereins im Jahr 1857 zurück. Seine Sammlungs- und Forschungstätigkeit bildete den Grundstock für die kulturgeschichtlichen Schausammlungen des Vorarlberger Landesmuseums, das sich seit 1905 am Kornmarkt in Bregenz befindet. 2009 wurde das alte Landesmuseum geschlossen, 2011 in vorarlberg museum umbenannt und 2013 im neuen, von Cukrowicz Nachbaur Architekten geplanten Gebäude wiedereröffnet.

https://www.vorarlbergmuseum.at

Vorarlberger Museumswelt Frastanz
Morsetelegraph
Russischer Morsetelegraph
Vorarlberger Museumswelt Frastanz

Die Vorarlberger Museumswelt in Frastanz ist ein landesweit einzigartiges Museumsprojekt. Auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke Ganahl versammelt sie derzeit sechs Museen und Sammlungen zu verschiedenen Themen unter einem Dach. Insgesamt sieben Museen wird die Museumswelt nach dem Endausbau umfassen. Den Anfang machte 1998 das Elektromuseum. Neben der alten Wasserkraftanlage mit der historischen Schalttafel aus Marmor wird die Entwicklungsgeschichte der Elektrizität von der Erzeugung bis zum Endverbraucher anhand zahlreicher Exponate dargestellt.

Im Jagdmuseum sind die Besucher eingeladen, sich mit aktuellen Herausforderungen der Jagd in Vorarlberg auseinanderzusetzen. Das Landesfeuerwehrmuseum und das Rettungsmuseum sind weitere selbständige Einrichtungen im Museumsareal. Vor allem die Fahrzeughalle im ehemaligen „Wollaschopf“ ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Die Geschichte des Tabakanbaus und -konsums wird im 2017 eröffneten Tabakmuseum aufgearbeitet, während sich im jüngsten Neuzugang, dem Grammophonicum, ein visuelles und akustisches Panorama der frühen Phonotechnik entfaltet. Jedes einzelne Museum verfügt über fachlich kompetente Vermittlungsangebote.

https://www.museumswelt.com

Freitag, 20. August 2021 um 08:01:06 von Kulturpool Redaktion

VOLARE - Vorarlberger Landesrepositorium

Anlass
Anbindung Vorarlberger Landesbibliothek

Zur Anbindung der Sammlungen der Vorarlberger Landesbibliothek in den Kulturpool

Vorarlberger Landesrepositorium (volare)
https://pid.volare.vorarlberg.at/

Mit volare ist es der Vorarlberger Landesbibliothek möglich, digitale Objekte benutzerfreundlich anzubieten und gleichzeitig langfristig zu sichern. SchülerInnen, StudentInnen, landeskundlich Forschende aber auch die interessierte Öffentlichkeit können nun das Bildmaterial für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. volare erleichtert den Zugang nicht nur für die Regional-, Sozial- und Kulturgeschichtsforschung, sondern auch für jene, die ihren Heimatort oder ihr Urlaubsziel neu entdecken oder ganz allgemein in der Vergangenheit schmökern wollen. (Offizieller Text der volare – Website)

Hohenems
Hohenems, Blick a. d. Säntis / Heim
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare


Kreisturnfest 1932
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare

Das Kreisturnfest in Hohenems, Turnverein Feldkirch beim Vereinswettturnen (Freiübungen) / Erwin Hefel

Schlagwort (Vorarlberg): Hohenems, Veranstaltung, Kreisturnfest 1932, Feldkirch, Turnverein
Sammlung: Hefel, Erwin
Jahr: 1932 (1932.07.10)
Beschreibung: 3 Fotonegative schwarz-weiß 12 x 3,5 cm
Dieses Objekt gehört zu: https://pid.volare.vorarlberg.at/o:322593

„Die Nacht war leider nur sehr kurz, man kam erst spät ins Bett, und um 5 Uhr früh krachten schon die ersten Pöller“, so die einleitenden Worte einer Sport-Reportage des Vorarlberger Tagblatts unter dem Titel „Die turnerischen Wettkämpfe am Sonntagvormittag“, gestöbert, gefunden auf der Plattform Anno der Nationalbibliothek. Der einleitende Satz malt ein Stimmungsbild der Zeit mit den turnerischen Wettkämpfen des Sonntags, dem 11. Juli 1932 – in seiner Montagausgabe.


Vorarlberger Tagblatt, 11. Juli 1932
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=btb&datum=19320711&seite=2&zoom=33

So wie Anno als Plattform historischer Zeitungen und Zeitschriften der Nationalbibliothek das digitalisierte Eintauchen in vergangene Reportagen und Berichte bietet, eröffnet volare den Schatz der Sammlungen des Vorarlberger Landesrepositorium für eine interessierte Öffentlichkeit. Vor sechs Jahren gegründet (siehe Bericht unten) und laufend weiterentwickelt, entstand so ein vielfältig nutzbares, übersichtlich gestaltetes Portal, dass mit einer großen Anzahl interessanter und inspirierender Blogs vertiefend in die Geschichte des Landes und seiner Besonderheiten einführt.

Die Vorarlberger Landesbibliothek bietet ihrerseits eine Reihe von Sammlungen aus diversen Zeitungen und Zeitschriften an mit einem sehr gut sortierten und aufbereiteten Archiv. Als Link eine entsprechende Ankündigung aus dem Dornbirner Gemeindeblatt vom 10. Juli 1932 zu dem beschriebenen Ereignis:

https://texte.volare.vorarlberg.at/viewer/image/DornbirnerGemeindeblatt1932/643/LOG_0030/
Dornbirner Gemeindeblatt 1932 (1932) - Vorarlberger Landesbibliothek

Ob vom Bild nun zum Text oder umgekehrt, dank der jahrelangen konsequenten Bemühungen einer umfassenden Digitalisierung mit ihren nun für eine Öffentlichkeit frei zugänglichen aufbereiteten Bestände, eröffnen sich dem Lesenden, Suchenden, Stöbernden gänzlich neue Wege der Erfahrung vergangener Zeiten, die so nicht zu vergessenen Zeiten werden mögen.
Da die Erwartungshaltung einer oder eines Lesenden im 21. Jahrhundert im Erfassen von Zusammenhängen immer mehr auf die visualisierte Darstellung von Inhalten abzielt, lässt sich dank einer Vielzahl an zugänglichen Datenbanken inzwischen in Eigenregie anschaulich ein Bogen spannen, indem sich zu digitalen Bild- und Fotosammlungen oft in weiteren Archiven eine textliche Entsprechung finden lässt.
Dieses Vorgehen ermöglicht ein vertiefendes Annähern zu einem Thema oder geschichtlichen Vorkommnissen. Eine mit einem Datum versehene Fotografie vereinfacht die Suche nach möglichen Berichten, Erzählungen oder Reportagen aus der bebilderten Zeit. Meist sind es Bildsammlungen und auf der anderen Seite eine Vielzahl an Texten aus diversen Zeitungen oder Zeitschriften, die nach und nach eine Vorstellung ergeben können, die wahrscheinlich das Informationsangebot vergangener Zeiten überbietet.

Dornbirn
Dornbirn
Aus der Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek, volare

So kann eine Fotografie aus den Sammlungen der Vorarlberger Landesbibliothek vom 10. Juli 1932 mit einem entsprechenden Text verknüpft und erweitert gelesen werden. In diesem Fall eine Sportreportage, die einem Tag nach der Veranstaltung im Vorarlberger Tagblatt erschienen ist und deren Ankündigung sich auch in einer entsprechenden Ausgabe des Dornbirner Gemeindeblattes findet.

Einen Schatten an Ahnung in Bezug auf die historische und politische Entwicklung dieser Zeit kommt auf, wenn darüber hinaus noch andere Artikel aus dieser Zeit gelesen werden.
Unbeachtet der inhaltlichen Themen und Bedeutungen lassen sich zu den auffindbaren Bildern so auch redaktionelle Artikel, Berichte und Geschichten finden, die eine mediale Präsenz, Verfügbarkeit und Übersicht suggerieren, die es in dieser Form damals gar nicht gegeben hat.

Es lassen sich Stimmungen aus den Berichterstattungen erlesen und manchmal beim Vergrößern der Bilder Gesichter erkennen. Ein Eintauchen in Zeit und Ort anderer Welten ist gefühlter maßen möglich und vergrößert und vertieft potentiell ein Interesse an geschichtlichen Ereignissen, denkwürdiger Geschehnisse oder erinnerungswürdiger Erlebnisse.

Ob nun Plakatsammlungen, Geschichten über die Herkunft von Gasthausnamen, Themen wie Lawinengefahr, das Lawinenunglück von 1954 im Montafon, diverse Sammlungen an Fotografien und eine reiche Anzahl weiterer Archive und Blogs, kommentiert oder unkommentiert, volare bietet als Plattform eine vielschichtige inspirierende digitale Reise in eine sehr besondere Region dieses Landes.

aus anderen Archiven…:
RIPOSITUM – VOLARE
ZEITUNGSARTIKEL vom 12.10.2015 12:10
"volare": Neue Bilddatenbank der Landesbibliothek ist online

Bregenz. Unter dem Titel "volare" präsentiert die Vorarlberger Landesbibliothek am Mittwoch um 17.00 Uhr im Kuppelsaal die jüngste Neuerung im Angebot: eine über Internet frei zugängliche Bilddatenbank mit aktuell 80.000 digitalisierten Fotos aus der Landesgeschichte.
“volare” steht für Vorarlberger Landesrepositorium und meint die langfristig gesicherte Ablage von digitalen Dokumenten an einem genau definierten Speicherort und die Organisation der Zugriffsmöglichkeiten. Die technische Umsetzung wurde möglich durch eine Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Wien. Deren System PHAIDRA wurde von der Landesbibliothek für ihre Zwecke angepasst.
Das Material, das in der ersten Phase von “volare” bereits zur Verfügung steht, umfasst Bilder des Fotografen der Landesbildstelle Helmut Klapper, Ansichtskarten aus der Sammlung der Landesbibliothek und aus dem Firmenarchiv des Ansichtskartenverlages Risch-Lau sowie historische Landkarten. Die Digitalisierung von Bild- bzw. Fotosammlungen wird weiter voranschreiten. Zugleich ist “volare” ein Pilotprojekt, das in der Weiterentwicklung auch andere Medienformen aufnehmen soll und auch offen sein wird für Kooperationen mit anderen Institutionen.
Die Online-Bilddatenbank unter der Adresse www.vorarlberg.at/volare steht allen Interessierten zur Verfügung und ist frei zugänglich. Die Bilder können von allen – unter bestimmten Bedingungen – weitergenutzt werden.

Mittwoch, 28. April 2021 um 23:17:02 von Kulturpool Redaktion

Der Amerikanische Bürgerkrieg und seine digitale Erzählung

Anlass
Der Amerikanische Bürgerkrieg vor 160 Jahren

Vor 160 Jahren - Der Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges am 12. April 1861


Chickamauga - The great battle of the west

https://www.europeana.eu/de/item/9200387/BibliographicResource_3000117267693

Als ein akustisches Intro gedacht, zur Vorstellung diverser digitaler Sammlungen

You've Been A Good Old Wagon, But You've Done Broke Down

https://www.loc.gov/item/ihas.200196487/

Die Amerikanische Library of Congress enthält reichhaltige digital aufbereitete
Sammlungen an Partituren und Tonaufnahmen, die einen vielfältigen Einblick
in Liedgut, historischer Erzählung, fotografischer Bildsprache und aufbereitete
Karten liefern.

What's the matter Uncle Sam

Civil War Music Sheet Collection

https://www.loc.gov/resource/ihas.200001547.0?st=gallery

https://www.loc.gov/item/afc1939007_afs02451b/
Library of Congress, Le joli bergere; Bonjour, mon capitaine de l'armee
Alan Lomax Collection of Michigan and Wisconsin Recordings (AFC 1939/007)

Der Amerikanische Bürger- oder auch Sezessionskrieg genannt, kam im April 1861, vor genau 160 Jahren zum Ausbruch. Er war das Resultat von über Jahrzehnte aufflammender Auseinandersetzungen und Uneinigkeiten zwischen den Südstaaten und den Nordstaaten. Im Mittelpunkt der Konflikte stand die Frage der Sklaverei. Der Norden war reicher, größer an Bevölkerungsanzahl, mit um die 22 Millionen Menschen zu der Zeit und in der wirtschaftlichen Produktionsleistung durch die sich rasch weiterentwickelnde Industrie gegenüber dem agrarischen Süden in vielem überlegen. Schätzungen zufolge lebten im Süden an die neun Millionen, davon ca. vier Millionen Menschen, die als Sklaven entrechtet waren.


GuerreSecession
Europeana https://www.europeana.eu/de/item/9200387/BibliographicResource_3000117280360

Auch die Europeana bietet Einrdücke und Links zu dem Thema. Karten, Porträts
sowie weitere Bilder. Allerdings empfieht es sich in englischer Sprache zu suchen
(zB American Civil War), unter den deutschen Suchbegriffen findet man sich eher in
einer verspielten Welt wieder...

https://www.europeana.eu/de/search?page=1&view=grid&query=american%20civil%20war


Fort Sumter https://www.europeana.eu/en/item/9200387/BibliographicResource_3000117300165

Der Sezessionskrieg gilt als erster „moderner“ Krieg, weil doch von Größe und Einsatz der Heere, Materialien und Waffenarten schon industrieller Natur. Bis heute gilt er als der verlustreichste Konflikt auf amerikanischem Boden. An die 600.000 Tote auf beiden Seiten waren zu beklagen, keine andere kriegerische Auseinandersetzung Amerikas hatte derart viele Todesopfer gefordert als der Sezessionskrieg in den vier Jahren zwischen April 1861 und April 1865.

In der Library of Congress sind in digitalen Sammlungen sehr viele Dokumente abrufbar und öffentlich einsehbar.
In Amerika wird auch der Terminus „The War of the Rebellion“ häufig verwendet.

https://www.loc.gov/item/03003452/

Die Konföderierten Staaten von Amerika (kurz CSA oder auch zusammenfassend die Südstaaten genannt) waren die elf südlichen Staaten, die sich 1861 zu einem Bundesstaat formierten. Diese hatten durch General Lee und andere Vertreter im Grunde gute Beziehungen zu anderen Ländern, vorwiegend europäischen Mächten wie Frankreich und Großbritannien, die aber aufgrund der Frage der Sklavenhaltung keine Anerkennung durchsetzen konnten, bzw. Großbritannien nur in dem Fall, dass der Sezessionskrieg von den Südstaaten gewonnen werden sollte. Im Übrigen hat auch kein anderer Staat die Südstaaten als Staatengebilde jemals bilateral anerkannt.

Einblick und Link zu Flaggen und darstellenden Erklärungen:

https://www.wikiwand.com/de/Kriegsflaggen_der_Konf%C3%B6derierten_Staaten_von_Amerika

Aus Sicht der Südstaaten war die Sklaverei ein verfassungsgemäßes den einzelnen Ländern zuständiges Recht. Weiterer Streitpunkt war die Stimmenverteilung der politischen Repräsentation. Die nicht wahlberechtigen Sklaven wurden mit einem Stimmwert von 3/5 auf die jeweilige Bevölkerungszahl der Wahlberechtigten gewertet. Die Südstaaten erhielten durch diese Rechnungsweise wachsendes politisches Gewicht im Hinblick auf die Stimmenverteilung im Repräsentantenhaus. Fast die Hälfte der Einwohnerschaft in den Südstaaten waren Sklaven. Auf Senatsebene verschoben sich laufend die Mehrheitsverhältnisse aufgrund der neu aufgenommen Länder in die Union wie 1820 Missouri und Maine.


Maine, Library of Congress, Maps

Eine historisch gezogene Grenze war die Mason-Dixon-Linie zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA, die in dem Jahr 1763 zu ziehen begonnen und 1767 fertigstellt wurde. Die zwei Vermesser wurden von den Familien Penn und Calvert bestellt, die große Teile Marylands und Pennsylvanias beherrschten und miteinander verfeindet waren. Die damals gezogene Linie zeichnet immer noch den Grenzverlauf zwischen Pennsylvania und Maryland und wurde 1977 von der American Society of Civil Engineers in die berühmte Liste der „Historic Civil Engineering Landmarks“ aufgenommen.

https://www.loc.gov/resource/g3701sm.gcw0037800/?sp=4
Library of Congress, A chronological history of the civil war in America. Maps

Ein Zusammenspiel zweier Forscher, Charles Mason, einem Astronomen und dem Geodäten Jeremiah Dixon. Der Grenzzug zieht eine wichtige historische Trennungs- bzw. Definitionslinie und stellt eine Art Kultstatus als Begriff dar, der auch in mehreren künstlerischen Bearbeitungen seinen Niederschlag fand.

Mason Dixon Linie – Historic Civil Engineering Landmarks
Es gibt weiterhin auch mehrere künstlerische Bearbeitungen der Vermessungsgeschichte von Mason & Dixon. Der englische Sänger und Liederschreiber Mark Knopfler erzählt in dem Song „Sailing to Philadelphia“ die Geschichte der beiden Landvermesser:

Sailing to Philadelphia

I am Jeremiah Dixon
I am a Geordie boy
A glass of wine with you, sir
And the ladies I'll enjoy
All Durham and Northumberland
Is measured up by my own hand
It was my fate from birth
To make my mark upon the earth
He calls me Charlie Mason
A stargazer am I
It seems that I was born
To chart the evening sky
They'd cut me out for baking bread
But I had other dreams instead
This baker's boy from the west country
Would join the Royal Society
We are sailing to Philadelphia
A world away from the coaly Tyne
Sailing to Philadelphia
To draw the line
A Mason-Dixon Line
Now you're a good surveyor, Dixon
But I swear you'll make me mad
The West will kill us both
You gullible Geordie lad
You talk of liberty
How can America be free
A Geordie and a baker's boy
In the forests of the Iroquois
Now hold your head up, Mason
See America lies there
The morning tide has raised
The capes of Delaware
Come up and feel the sun
A new morning has begun
Another day will make it clear
Why your stars should guide us here
We are sailing to Philadelphia
A world away from the coaly Tyne
Sailing to Philadelphia
To draw the line
A Mason-Dixon Line
(Text und Musik: Mark Knopfler)

Eine Wortabstammungstheorie geht davon aus, dass die Begriffe „Dixie“ und „Dixieland“ von dem Landvermesser stammen, da es die historische Grenze zwischen Nord und Süd darstellte und die südliche Musik seitdem auch als „Dixieland“ oder nur „Dixie“ beschrieben wird.
Eine andere Theorie geht davon aus, da nach dem Verkauf des Landes Louisiana von Frankreich an die USA dort auch weiterhin französisch gesprochen wurde und die Citizens‘ Bank of Louisiana 10-Dollar Noten emittierte, die aufgrund ihrer Werthaltigkeit sehr beliebt waren, das französische Wort für 10 = dix, welches auf der Banknote nicht nur als bloße Zahl, sondern auch wörtlich gedruckt wurde und somit als „Dixie“ gelesen und schon bald zum geflügelten Wort wurde.

Upcoming of Photography in times of War:
Die Entwicklung und das Aufkommen der Fotografie haben auch ihre Pioniere mit sich gebracht, die zum Teil mit ganzen Fotografen- und Assistententeams tief das kämpferische Geschehen teils auch während der Schlachten begleitet haben. Bereits von dem Amerikanisch-Mexikanischen Krieg (1846 – 1848) sowie von dem Krimkrieg (1853 – 1856) existieren frühe fotografische Aufnahmen. Doch erst der Sezessionskrieg gilt als der erste große Krieg, der über eine Vielzahl an Fotografien dokumentiert ist. Der Begriff des Fotojournalismus fand seinen Ursprung in dieser Zeit. Bilder von Schlachtfeldern, Lazaretten, Spitäler und Gefängnissen fanden ihren Lauf in die Köpfe und Vorstellungswelten der Zivilbevölkerung dank der Kriegsberichterstatter unter Verwendung der neuen Apparate.

Fort Sumter, 1861, Photography, Library of Congress

Am Tag nach der Räumung von Fort Sumter durch die Unionstruppen fotografierte ein Südstaatenfotograf namens Alma A. Pelot die Stars and Bars, die über dem beschädigten Fort flogen. (Taken the day after Fort Sumter was evacuated by Union forces, a Southern photographer named Alma A. Pelot photographed the Stars and Bars flying over the damaged fort.) Library of Congress

Wer Interesse an filmischen Bearbeitungen zum Thema des
Amerikanischen Bürgerkrieges hat, seien folgende
Produktionen empfohlen:

The Sun Shines Bright, John Ford
The Ox-Bow Incident, Delmer Daves
The Outlaw Josey Wales, Clint Eastwood
Ride With The Devil, Ang Lee
The Tall Target, Anthony Mann
The General, Buster Keaton


Dictator, Zug von Buster Keatons Produktion "The General"
Foto von Mathew B Brady

Siehe auch zu "The General" https://de.wikipedia.org/wiki/Der_General_(1926)

Einige Einblicke und aufbereitete Fotografien der Sammlung von Mathew B Brady, der mehr als 10.000 Fotos während des Kriegsverlaufes unter den Unions Truppen produzierte, sind über diesen Link auf welt.de zu sehen:

https://www.welt.de/geschichte/gallery119267220/Wie-Mathew-B-Brady-den-US-Buergerkrieg-sah.html#cs-lazy-picture-placeholder-01c4eedaca.png

Für weitere Fragen zu dem Thema hat die Library of Congress eine Frage-Plattform "Ask an librarian" initialisiert:

https://ask.loc.gov/map-geography/

National Park Service, Battlefield Trusts und viele weitere Bewegungen versuchen auf private oder öffentliche Initiative heraus die historischen Schlachtfelder als gewidmetes kulturelles Erbe in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten.
Sehr viele Flächen sind Immobilienprojekten anheim gefallen, umso mehr Vereine und Bewegungen gibt es, die sich für den physischen als auch den digitalen Erhalt der Erzählung des Amerikanischen Bürgerkrieges widmen. Aus den vielseitigen Aspekten und Blickwinkel heraus, die weiterhin Grundlage vieler Forschungsprojekte als auch Diskussionen sind.

https://www.nps.gov/cebe/learn/photosmultimedia/jedediah-hotchkiss-maps-of-the-shenandoah-valley.htm

Montag, 15. Februar 2021 um 16:46:21 von Kulturpool Redaktion

Anbindung Museumsmanagement Niederösterreich

Von exotischen Muscheltieren über festliche Kleidungsstücke bis zu antiken Uhren: Die neu angebundene Online-Sammlung des Museummanagements Niederösterreich lädt zur Entdeckungsreise durch Niederösterreichs museale Vielfalt.

Mehr als 7.000 Objekte von zwölf Museen sind nun im DIP-Katalog (DIP) des Museumsmanagement Niederösterreich auf www.noemuseen.at/dipkatalognoemuseen zu bestaunen. Mit der Anbindung dieser Online-Sammlung an Kulturpool Austria, dem zentralen Übersichts- und Suchportal des digitalisierten österreichischen Kulturerbes, werden diese Kulturschätze einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Stadt-, Stifts- und Regionalmuseen sind ein prägender Teil für das kulturelle Bewusstsein Niederösterreichs. Sie beherbergen ein unermessliches Wissen zur Geschichte und den Besonderheiten des Landes und seiner Regionen. Basis dieser Museen sind ihre Sammlungen, die nun im „digitalen Museumsraum“ für alle Interessierten zu besichtigen sind.

Im DIP-Katalog (DIP) des Museumsmanagement Niederösterreich, der im Rahmen des Interreg-Projekts Heritage SK-AT entstand, sind kürzlich 6.293 neue Objekte von sieben weiteren Museen sowie 13 neue Objekte einer Privatsammlung in der Slowakei online gestellt worden. Die Bandbreite der musealen Objekte erstreckt sich von exotischen Muscheltieren über festliche Kleidungsstücke bis hin zu wertvollen Uhren, die auf DIPkatalog.noemuseen.at abgerufen werden können. Neu hinzugekommen sind nun Stift Neukloster, Zisterzienserstift Zwettl, Museum Horn, Kaiser Franz Josef Museum Baden, Brot- und Mühlenmuseum Gloggnitz, Museum Alte Textilfabrik, Südmährisches Heimatmuseum Thayaland und die Sammlung Mária Hanúsková. Besonders wichtige Meilensteine sind die kürzlich erfolgte Verknüpfung dieser Objekte mit dem Kulturpool Austria, dem zentralen Portal des digitalisierten österreichischen Kulturerbes, sowie ab 2021 an die europäische Plattform Europeana, die das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Europas präsentiert.

Stift Neukloster
Mitra
Mitra
vmtl. 18. Jahrhundert
Stift Neukloster - Kunst- und Wunderkammer / Parament

Das Stift in Wiener Neustadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald vereinigt, dessen Bauten als Heiligenkreuzer Priorat bestehen blieben. In der Barockzeit sammelte man gerne Objekte für die typischen Kunst- und Wunderkammern dieser Zeit. Ab 2013 wurde die Sammlung von Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien gereinigt und restauriert, seit 2017 sind ausgewählte Stücke für die Öffentlichkeit zu sehen. Die Bandbreite erstreckt sich von Kuriositäten, wie einer Korallenkrippe und Mosaikbildern mit Käferflügeln, über Mineralien und Exotischem, wie einer Mumienhand oder einer versteinerten Semmel, bis hin zu Gemälden und Skulpturen. Die Sammlung, die im Rahmen des Förderschwerpunktes "Schätze ins Schaufenster – Qualitätsoffensive Museumsdepots" aufgenommen wurde, umfasst rund 2.200 Objekte, die im Online-Katalog zu finden sind.

Museum Horn
Horn
Beutel
rosa Retikül bzw. Pompadour mit Bändchenstickerei
Museum Horn, Teilsammlung "Textilsammlung"

Der Postbedienstete und leidenschaftliche Sammler Josef Höbarth begründete 1930 das Museum mit einer der größten urgeschichtlichen Sammlungen Österreichs. Die Sammlung Arthur Nowak mit Antiken, die Landtechniksammlung von Ernst Mader und eine Dokumentation über den Räuber Johann Georg Grasel ergänzen das Ausstellungsspektrum. Eine außerordentliche Besonderheit stellt die umfangreiche Textilsammlung dar. Eine repräsentative Objektgruppe sind etwa 60 Musterstreifen, die einstmals von Schülerinnen –
vermutlich im Handarbeitsunterreicht – in Stick- und Stricktechnik hergestellt wurden. Die Textilsammlung zeigt mit Accessoires und Kleidung sowie mit Haus- und Raumtextilien aus früherer Zeit einen Querschnitt regionaler Alltags- und Festkultur und ist mit über 600 Objekten im Online-Katalog vertreten.

Zisterzienserstift Zwettl
GemäldeZwettel
Leinwandgemälde
Portrait eines Zwettler Geistlichen in weißem Lehnsessel, Hüftbild, Zierrahmen
Stift Zwettl - Schatzkammer / Bild, Gemälde

Das Stift besteht seit seiner Gründung im Jahr 1138 ohne Unterbrechung und ist das drittälteste Zisterzienserkloster weltweit. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung der Anlage, wobei die Stiftsbibliothek mit farbenprächtigen Deckenfresken des Malers Paul Troger ausgestattet wurde. In den Sammlungen finden sich neben einer großen Auswahl von rund 1.400 Paramenten in Form von liturgischen Gewändern und Insignien bis hin zu Textilien zur Ausstattung des gottesdienstlichen Raumes auch viele weitgehend profane Gegenstände, wie etwa über 300 Wand- und Standuhren, mehr als 260 Gemälde und Grafiken, über 200 Skulpturen sowie mehr als 150 Architekturelemente der Stiftsanlage. Die im Rahmen des Förderschwerpunktes "Schätze ins Schaufenster – Qualitätsoffensive Museumsdepots" aufgenommenen Stiftssammlungen umfassen etwa 2.800 Objekte, die im Online-Katalog betrachtet werden können.

Kaiser Franz Josef Museum Baden
Andachtsbild
Andachtsbild
Mariendarstellung auf gepresster bronzierter Messingplatte, Madonna mit Kind und einem Hilfesuchenden
Kaiser Franz Josef Museum Baden / Bildwerke

Das Museum am Rande des Wienerwaldes befindet sich in einem prachtvollen Jugendstilgebäude, das eigens für Museumszwecke errichtet wurde. Die Entstehung der Sammlungen fußt auf der Vereinsgründung der Heimatforscher Carl Calliano, Gustav Calliano, Anton Schiestl und Johann Wagenhofer. Neben großen kulturgeschichtlichen Sammlungen liegt ein Schwerpunkt der musealen Ausrichtung auf der Entwicklung der Kurstadt Baden als kaiserliche Sommerresidenz und Sommerfrischeort in Gesellschaft, Kunst und Kultur. Ein Highlight ist die wertvolle Sakralsammlung mit einer Vielzahl an Andachtsbildern. Die Sammlungen bieten eine breite Palette an historischen Gegenständen und Kuriositäten, an deren Veröffentlichung zurzeit gearbeitet wird. Von den mehr als 5.500 digital erfassten Objekten sind der Öffentlichkeit aktuell 139 Objekte online zugänglich gemacht worden.

Brot- und Mühlenmuseum Gloggnitz
Kronenbrot
Kronenbrot
2 Brotsäcke,
Brot- und Mühlenmuseum Gloggnitz / Dokumente

Das Museum ist in einer ehemaligen Mühle untergebracht, die sich seit 1855 im Besitz der Familie Dirnbacher befindet. Es zeigt den bodenständigen Müllereibetrieb und das Bäckerhandwerk vergangener Tage. Im Jahr 1980 gründete Herr Dipl. Ing. Karl Dirnbacher den gemeinnützigen Verein „Brot- und Mühlen-Lehrmuseum in Gloggnitz“ und legte somit den Grundstein für das Museum. Das Besondere dieser sehr fachkundig zusammengestellten Sammlung beruht auf der leidenschaftlichen Sammeltätigkeit des Vereinsgründers. Im Zuge des Interreg-Projekts Heritage SK-AT wurden der Öffentlichkeit mit historischen Dokumenten, Bildwerken sowie handwerklichen Maschinen und Geräten rund 370 Objekte online zugänglich gemacht.

Museum Alte Textilfabrik
Schürze
Schürze
Schwarze Witwenschürze mit Bindebändern in Taille und Schulterbänder überkreuz mit Knöpfen, zwei aufgesetzte Taschen
Museum Alte Textilfabrik, Teilsammlung "Museum Alte Textilfabrik"

Von Prof. Albert Hackl und Dr. Andrea Komlosy begründet, verwandelte sich die ehemalige „k.k. privilegierte Modewarenfabrik Hackl&Söhne“ im Jahre 1990 in das Museum Alte Textilfabrik. Wo vor mehr als 100 Jahren Webstühle, Drucktische und Stickmaschinen in Betrieb waren, wird man heute in den Arbeitsalltag und die Lebenswelt vor und um 1900 versetzt. Der Fokus liegt auf der Textilgeschichte und der regionalen Textilerzeugung. In der Ausstellung befinden sich auch einige Textilobjekte mit regionalem Bezug aus den Landessammlungen Niederösterreich. Weibliche Bekleidung und Accessoires wie ein Paar Strümpfe, die als Schenkung einer Dame aus Großwolfgers in die eigene Sammlung des Museum Alte Textilfabrik übergingen, sind nun mit 16 Objekten im Online-Katalog vertreten.

Südmährisches Heimatmuseum Thayaland
Oberteil
Oberteil
Spenzer; schwarz; schwarz gestreifter Stoff (matt und glänzend); leicht gebauschter Ärmel (Puffärmel)
Südmährisches Heimatmuseum Thayaland / Teilsammlung Textil

Das Museum in Laa an der Thaya existiert seit 1986 und ist im Alten Rathaus untergebracht. Der Schwerpunkt liegt auf der wechselvollen Geschichte der Region im Kontext von Alltag und Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung aus Tschechien. Die Museumssammlung entstand aus privaten Spenden mit vielen Erinnerungsstücken aus der Zeit in Südmähren, die als historische Zeugnisse das Schicksal der deutschsprachigen Südmährer bewahren. Die Textilsammlung ist mit einigen Stücken der für Südmähren als typisch geltenden sogenannten schwarzen Tracht, aber auch mit anderen festlichen Kleidungstücken, vielen Kopf- bzw. Umhängetüchern sowie einigem an Unterbekleidung sehr umfassend. 34 Objekte können nun online betrachtet werden.

Sammlung Mária Hanúsková
Die Künstlerin Mária Hanúsková absolvierte die SOU – Abteilung für künstlerische Keramik in Modra und arbeitet seit 1986 mit ihrem Ehemann Oskar zusammen. Zunächst für UĽUV (Zentrum für Volkskunstproduktion), später freiberuflich. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Herstellung von Volkskunst und Gebrauchskeramik, der Herstellung von Keramikreliefs und -fliesen, figürlichen Skulpturen, Keramikpuppen, Miniaturen sowie Plaketten. Im Rahmen des Interreg-Projekts Heritage SK-AT ist diese Sammlung besonders interessant, da sie einen direkten Vergleich der handwerklichen Keramikerzeugung in der Slowakei und in Niederösterreich zulässt. Von dieser breiten Vielfalt können 13 Objekte online bestaunt werden.

INFO:
Hier kann der Online-Katalog mit allen Objekten durchgeblättert werden: www.noemuseen.at/dipkatalognoemuseen
Alle niederösterreichischen Museen und Sammlungen, die Interesse an einer Beteiligung haben, finden Informationen zur Nutzung des digitalen Inventarisierungsportals DIP hier: www.noemuseen.at/heritage-skat/dipnoemuseen
Die Datenbank ist im Rahmen des Interreg-Projekts Heritage SK-AT entstanden:
www.noemuseen.at/heritage-skat

Dezember 2020
Pressetext
Rückfragen: Museumsmanagement Niederösterreich GmbH, Karin Böhm, Neue Herrengasse 10/3,
3100 St. Pölten, Tel. 02742 90666 6123, karin.boehm@noemuseen.at, www.noemuseen.at

Fotos zur Auswahl auf https://www.noemuseen.at/presse/